Der Pilotenkoffer hat seinen Ursprung in der Luftfahrt: Captains und Co-Piloten brauchten einen kompakten, robusten Koffer, in dem Navigations-Karten, Flugplandokumente und persönliche Ausrüstung sicher und ordentlich transportiert werden konnten. Heute wird das Format auch von vielen Geschäftsreisenden, Maklern, Außendienstmitarbeitern und Schichtdienstlern genutzt.
Klassische Pilotenkoffer haben Maße um 45 × 35 × 25 Zentimeter, sind aus stabilem ABS-Kunststoff oder Aluminium und haben oben einen Tragegriff sowie heute fast immer auch zwei Rollen und einen Teleskopgriff – quasi ein vergrößerter Handgepäck-Trolley mit Cockpit-DNA. Innen meist mehrere flache Reißverschlussfächer, Stiftehalter, Brillen-Halter und ein gepolstertes Tablet- oder iPad-Fach.
Vorteil gegenüber dem klassischen Boardcase: mehr Tiefe für Aktenordner, A4-Mappen und Werkzeuge. Vorteil gegenüber dem Aktenkoffer: Rollen, Teleskopgriff und größeres Volumen. Wann sich ein Pilotenkoffer lohnt: bei häufigen Tages- oder Übernachtungs-Trips mit viel Papier-Material, bei Außendienstlern mit Demo-Material und bei Berufen mit häufigen Material-Transporten.
Pilotenkoffer aus Aluminium (oft im Riffelblech-Look) sind besonders stoßresistent, aber spürbar schwerer als Polycarbonat-Modelle. Premium-Marken: Rimowa Topas Cabin (Aluminium), Samsonite Pro-DLX, Travelite Crosslite. Preisspanne: 100 bis 700 Euro.
