
Trolley oder Rucksack: Was lohnt sich für welche Reise?
Rollen oder Riemen? Vor jeder mehrtägigen Reise steht die Wahl des Gepäcks. Der Vergleich zeigt, für welche Reiseart der Trolley die bessere Wahl ist und wann ein Rucksack…
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Eine Skitasche schützt Ski, Bindung und Stöcke auf dem Weg in den Winterurlaub vor Kratzern, Stößen und Schmutz und schützt zugleich Auto, Zugabteil und Mitreisende vor den scharfen Kanten. Für die Fahrt mit dem Auto reicht oft ein leichter Skisack, wer fliegt, braucht eine gepolsterte Skitasche, am besten mit Rollen. Die Skischuhe reisen getrennt in einer eigenen Skischuhtasche, die meist auch Platz für Helm und Brille hat. Hier lesen Sie, welche Tasche zu welcher Reise passt, worauf es bei Länge und Polsterung ankommt und wie Sie Ski und Schuhe richtig verpacken.
Skitaschen unterscheiden sich vor allem darin, wie viel Schutz sie bieten und wie viele Paar Ski hineinpassen. Die Wahl hängt davon ab, wie Sie anreisen und wie oft Sie die Tasche tragen müssen.
Ein ungepolsterter Skisack aus beschichtetem Gewebe wiegt nur wenige hundert Gramm und lässt sich zusammengerollt im Kofferraum verstauen. Er hält Schmutz und Streusalz von den Belägen fern und verhindert, dass die Kanten Polster oder Kofferraumverkleidung aufschlitzen. Gegen harte Stöße schützt er kaum. Für die Fahrt im eigenen Auto und den Weg vom Parkplatz zur Talstation ist er die praktischste Lösung.
Gepolsterte Taschen haben eine Schaumstoffeinlage, oft im Bereich der Bindung zusätzlich verstärkt. Die Bindung ist der empfindlichste Teil, weil sie am weitesten hervorsteht und bei einem Sturz der Tasche zuerst aufschlägt. Für Bahnreisen, Busreisen und alle Fahrten, bei denen die Tasche aus der Hand gegeben wird, ist eine Polsterung sinnvoll.
Für Flugreisen ist eine gepolsterte Skitasche mit Rollen die beste Wahl. Zwei Paar Ski, Stöcke und etwas Zubehör bringen schnell mehr als 15 Kilogramm zusammen, die Sie auf Rollen durch Terminal und Bahnhof ziehen statt tragen. Viele Modelle haben einen verstärkten Boden und Tragegriffe an beiden Enden, damit das Bodenpersonal sie gut anheben kann.
Familien und Paare packen oft zwei Paar Ski in eine Tasche. Das spart Gepäckstücke, macht die Tasche aber schwer. Prüfen Sie vor dem Flug, welches Höchstgewicht die Airline für ein Sportgepäckstück erlaubt, damit Sie am Schalter nicht umpacken müssen.
Skischuhe gehören nicht zu den Ski in den Sack. Sie sind schwer, kantig und würden die Beläge zerkratzen. Eine eigene Skischuhtasche oder ein Skischuhrucksack nimmt beide Schuhe auf, gute Modelle haben ein separates Fach für den Helm und gepolsterte Taschen für Skibrille und Handy. Ein wasserdichter Boden schützt den Kofferraum, wenn die Schuhe nach dem Skitag noch nass sind.
Gut angepasste Skischuhe lassen sich am Urlaubsort kaum gleichwertig ersetzen. Viele Wintersportler nehmen sie deshalb im Rucksack mit in die Kabine. Ob das passt, hängt von Größe und Gewicht ab, denn die Handgepäckmaße der Airlines unterscheiden sich deutlich. Packen Sie das übrige Handgepäck für Winterreisen deshalb möglichst leicht, damit die Schuhe noch hineinpassen.
Für die drei typischen Fälle, also Flugreise mit zwei Paar Ski, Autofahrt mit leichtem Sack und den Transport der Schuhe, eignen sich zum Beispiel diese Taschen:
Bei den meisten Fluggesellschaften gilt Skiausrüstung als Sportgepäck. Ob sie im gebuchten Freigepäck enthalten ist, extra kostet oder vorher angemeldet werden muss, legt jede Airline in ihren Beförderungsbedingungen fest, und die Regeln ändern sich mit Tarifen und Saisons. Prüfen Sie deshalb vor der Buchung die aktuellen Angaben Ihrer Airline und melden Sie die Ski rechtzeitig an.
Kommt die Skitasche beschädigt am Gepäckband an, melden Sie den Schaden noch am Flughafen. Für Sportgepäck gelten dabei dieselben Fristen und Ansprüche wie für einen beschädigten Koffer im Flugzeug.
Lose im Innenraum liegende Ski sind gefährlich. Der TÜV NORD rät in seinen Tipps zum Transport von Wintersportgeräten davon ab, Ski zwischen die Sitze zu legen, weil sie nach vorn rutschen und die Schaltung blockieren können. Hat das Auto eine Durchlade zum Kofferraum, schieben Sie die Ski in einem Skisack hindurch. Gepäck im Kofferraum sichern Sie mit Spanngurten, ein Trennnetz zur Fahrgastzelle verhindert, dass es bei einer Vollbremsung nach vorn geschleudert wird.
Mehr Platz schafft eine Dachbox oder ein Skiträger. Dabei darf die zulässige Dachlast des Autos nicht überschritten werden, in die Rechnung gehören Träger, Box und Inhalt. Auch in der Dachbox sind die Ski in einem Sack besser geschützt, weil sie beim Beladen nicht an der Schale scheuern.
In Fernzügen und Bussen ist der Platz für langes Gepäck begrenzt. Eine schmale, gepolsterte Tasche mit Schultergurt lässt sich am leichtesten verstauen und schützt andere Fahrgäste vor den Kanten. Klären Sie bei Busreisen vorher, ob Ski im Gepäckraum mitfahren dürfen. Die übrige Ausrüstung reist bequemer in einem Rollkoffer oder einer großen Sporttasche.
Nehmen Sie die Ski nach der Ankunft sofort aus der Tasche und lassen Sie beides bei Zimmertemperatur trocknen. In einer feuchten, geschlossenen Tasche setzen Kanten schnell Rost an, und der Stoff beginnt zu riechen. Streusalz und Schmutz wischen Sie mit einem feuchten Tuch ab. Bis zur nächsten Saison lagern Sie die Tasche trocken und locker gerollt.
Einige Zentimeter länger als die längsten Ski, die hineinsollen. Messen Sie mit montierter Bindung und denken Sie an Stöcke und Skistopper.
Ja, das ist empfehlenswert. Sportgepäck wird verladen wie jeder Koffer, eine Polsterung im Bereich der Bindung schützt vor den meisten Schäden. Rollen erleichtern das Ziehen durch den Flughafen.
Eine Jacke oder Handtücher als Polster sind praktisch. Ob zusätzlicher Inhalt erlaubt ist und wie viel die Tasche wiegen darf, regelt die Airline. Prüfen Sie das vor dem Packen.
Besser nicht. Skischuhe beschädigen die Beläge und machen die Tasche unhandlich schwer. Eine eigene Skischuhtasche mit Helmfach ist die sicherere Lösung.
Ein Skisack ist meist dünn und ungepolstert und schützt vor allem vor Schmutz. Eine Skitasche ist gepolstert, oft mit Rollen ausgestattet und für Flug und Bahn gedacht.